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05. September 2010

 

Die 12 Saxofonisten

„Die 12 Saxofonisten“ sind ein Kammerorchester professioneller Musiker und demonstrieren par
excellence das breite klangliche Spektrum der Saxophonfamilie, vom selten gespielten Sopranino-
über Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon bis zum tiefen Bassinstrument.
Das Ensemble formierte sich im Jahre 2001 und setzt sich aus Solisten des fränkischen Raumes
zusammen, die neben ihrer Lehrtätigkeit regelmäßig in verschiedenen Orchestern und Theatern
mitwirken. Dazu gehören die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie, die Nürnberger Philharmoniker, das Staatstheater am Gärtnerplatz München, die Hofer Symphoniker sowie die Orchester der Städte Coburg, Würzburg, Regensburg und Augsburg.
Eine enge Zusammenarbeit verbindet das Ensemble mit der Pocket Opera Nürnberg, einer über
die nationalen Grenzen hinaus bekannten Operngruppe.
Die musikalische Leitung liegt seit der Gründung in den Händen des Dirigenten Franz Killer. Die
Gestaltung der Programme reicht von der Renaissancezeit bis hin zu Werken des 20. Jahrhunderts,
wobei die Grenzen zwischen U- und E- Musik bewusst überschritten werden.

Johannes Neuner (Bariton-Saxofon)
Bernd Aschmoneit (Bass-Saxofon)
Heymo Hirschmann (Sopran-Saxofon)
Dirk Eidner (Alt-Saxofon)
Sandra Engel (Sopranino-Saxofon)
Anja Meiler ( Tenor-Saxofon)
Uschi Dittus (Alt-Saxofon)
Elke Pongratz (Bariton-Saxofon)
Jürgen Faas (Sopran-Saxofon)
Gerhard Buchloh ( Tenor-Saxofon)
Markus Rießbeck (Alt-Saxofon)
Stefan Frank ( Tenor-Saxofon)
Mitte: Franz Killer (Dirigat)

Bertold Hummel, geb. 1925 in Hüfingen (Baden), studierte von 1947 bis 1954 an der Musikhochschule Freiburg i. Breisgau Komposition bei Harald Genzmer. 1956 bis 1963 war er als Kantor in Freiburg i. Brsg. tätig, von 1963 bis 1988 leitete er das Studio für Neue Musik in Würzburg. Im Jahre 1979 wurde Bertold Hummel zum Präsidenten der Hochschule für Musik in Würzburg ernannt. Seit 1982 war er darüber hinaus Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste. Im Jahre 2002 verstarb Bertold Hummel in Würzburg.
Sein Werk „Saxophonia“ op. 103a entstand im Jahr 1998. Der Wechsel von wiederkehrenden
sinfonischen Gesten mit tänzerisch belebten und vom Jazz inspirierten Abläufen ist bestimmend
für dieses Werk.

Maurice Ravel (1875 -1937). Aus seiner 1925 in Monte Carlo uraufgeführten Oper „Das Kind und
der Zauberspuk“ stammen die Stücke „Mathematique“– „Toi, le coer de la rose“ – „Five o’clock“, die von Jean Marie Londeix für Saxophonorchester arrangiert wurden.

Theodor Köhler, geb. 1974 in Kapstadt / Südafrika studierte Komposition an der Hochschule für
Musik in Frankfurt/Main. Häufig wendet er sich in seinen Werken der klanglichen Vielfalt des Saxophons aufgrund der „historischen Unbelastetheit“ des Instruments zu. „Senophoxas“, eine Komposition in drei Sätzen entstand im Jahre 2002 für ein Ensemble von 12 Saxophonen.
Der erste Satz verarbeitet in minimalistischer Kompositionsweise rhythmisch komplexe Motive
in Gegenüberstellung eines gleichmäßigen Pulsierens. Der zweite Satz in seinem romantischen
Duktus lässt einen Bezug zur Musik der großen nordischen Symphonik des 20. Jahrhunderts spüren.
Im letzten Satz arbeitet Köhler an sich ständig verändernden Schablonen von Rhythmen und
Metren, so dass dieser Satz eine permanente Veränderung des Bestehenden darstellt.
Erland von Koch (geb. 1910), der in Schweden lebende Komponist und Dirigent, verfolgt mit
großer Konsequenz die Verbindung von nordischer Volksmusik mit symphonischer Tradition, so
auch in seinem 1981 entstandenen Werk „Moderato & Allegro“.

Helmut Bieler (geb. 1940), Komponist und emeritierter Professor für Musikpädagogik der Universität Bayreuth, schrieb sein Werk Impulse für Saxophon 12-tett und Schlagwerk im Jahr 2007 für das Ensemble „Die 12 Saxophonisten“. Die vorliegende mitgeschnittene Uraufführung beeindruckt durch ihre ungestüme Wucht und Direktheit der in drei Quartette gegliederten Saxophone. Das Wechselspiel dreier Ensembles in Verbindung mit den „breakhaften“ Schlagzeugkaskaden reizt das Klangspektrum des von ihm verwendeten Instrumentariums bis auf das Äußerste aus.
Schlagzeug: Axel Dinkelmeyer


 
 

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